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in Deutsch mit englischen Übertiteln

Schauspielhaus

26.03.2026, 19:30 Uhr, Tickets

Einführung um 19:00 Uhr

Die Tragödie von Romeo & Julia

William Shakespeare, Emre Akal, Mehmet & Kazim 
Schauspielhaus Graz [Österreich]
Schauspiel


100 Minuten

Zwei Familien, ein uralter Hass und dazwischen eine Liebe, die keine Chance hat. Die Inszenierung »Die Tragödie von Romeo & Julia« von Emre Akal am Schauspielhaus Graz verbindet digitale Projektionen und Bühnenraum so präzise, dass eine ununterscheidbare, visuell radikale Welt entsteht. Digitale Bilder spiegeln und verdoppeln die Handlung, werden zum dramaturgischen Motor und erzählen gleichberechtigt mit Sprache und Körper. So entsteht ein politisches Versuchslabor, in dem die analoge und digitale Ebene verschmelzen und gesellschaftliche Mechanismen sichtbar machen. Die bildstarke und gesellschaftlich hochaktuelle Neuinterpretation kam im Oktober 2025 zur Premiere und ist im Rahmen von »DIGITHALIA« zum letzten Mal zu sehen.
 

Der gefeierte Regisseur Emre Akal, der mit dem gleichen künstlerischen Team in der ersten Spielzeit mit Elfriede Jelineks »Sonne / Luft« sein viel beachtetes Graz-Debüt gab und es auf die Shortlist des Berliner Theatertreffens schaffte, kehrt mit einer radikalen Inszenierung ans Schauspielhaus Graz zurück, in der Sprache, Körper und Bild gleichberechtigt die berühmte Liebesgeschichte erzählen. Schon bei Shakespeare beginnt und endet alles mit Gewalt. In Emre Akals Interpretation von »Romeo und Julia« wird sie zum Kern einer Geschichte, die weit über den Mythos tragischer Liebe hinausweist. Das aus der Bildenden Kunst kommende Duo Mehmet & Kazim, das 2024 für das Bühnenbild von »Sonne / Luft« für den Nestroy-Theaterpreis nominiert war, kombiniert in seiner Bühne Digitalität mit der Dreidimensionalität des Theaters. Die Projektionen fügen sich derart konsequent ins Bühnenbild ein, dass sie ununterscheidbar eins werden. Bis zu den kleinsten Details präzise und homogen gestaltet, sind dieser Welt alptraumhaft die Farben entzogen. Zusammen mit Lara Roßwag, von der Fachzeitschrift Theater Heute für ihre Arbeiten mit Emre Akal zur »Kostümbildnerin des Jahres 2025« gekürt, und den atmosphärischen Sounds von Musiker und Komponist Enik schaffen sie so eine gänzlich eigene, visuell unvergleichliche Welt.

 
 
Von Emre Akal
Bühne Mehmet & Kazim
Kostüme Lara Roßwag
Mitarbeit Kostüme Jacqueline Elaine Koch
Musik Enik
Dramaturgie Anna-Sophia Güther
Licht Anton Oswald
 

Premiere: 2025, Schauspielhaus Graz

Mit Luisa Schwab (Mutter) Luiza Monteiro (Julia), Anke Stedingk (Amme), Anna Klimovitskaya (Tybalt)
 

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