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3. Rang Foyer / online

Diese Arbeit ist jederzeit während des Festivals mit Zählkarte vor Ort frei besuchbar.

25. bis 27.03.2026, 18:00-22:00 Uhr
28.03.2026, 16:00-20:00 Uhr

Bei besonderem Andrang kann es bei den Arbeiten vor Ort zu Wartezeiten kommen.

Nina Vasilchenko

POST-REALITY

POST-REALITY ist eine interaktive Online-Installation, die zu einem sozial-technologischen Experiment wird. Das Projekt spielt in einer Zukunft nach dem Zerfall klassischer Archive: Wikipedia, Datenbanken und Enzyklopädien sind durch Manipulation, algorithmische Eingriffe und Edit Wars fragmentiert. KI-generierte Versionen überfluten die Netze, während der freie Zugang zunehmend reguliert wird. Zurück bleiben instabile Wahrheiten, die sich in Echtzeit verändern.

POST-REALITY inszeniert ein solches Kontrollsystem und zeigt, wie Wissen in einer postfaktischen Umgebung zu einem emotional gesteuerten Instrument wird. Texte werden gelöscht, umgeschrieben oder neutralisiert; Sprache wird standardisiert, bis nur noch systemkonforme Fragmente übrig bleiben.

Am Ende kollabiert das Archiv – übrig bleiben zersetzte Links, flackernde Textreste und ein digitales Echo dessen, was Realität einmal war.

Konzeption & Umsetzung Nina Vasilchenko
Creative Coding Jasper Alexander Gradussen


Nina Vasilchenko
ist multidisziplinäre Künstlerin und Kreativunternehmerin mit Schwerpunkten in Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Medienkunst, Film und hybriden Formaten. Ihre Arbeit verbindet künstlerische, digitale, räumliche und materialbezogene Forschung und setzt sich mit psychischen Dimensionen auseinander, die sich weder eindeutig zuordnen noch vollständig auflösen lassen. Seit 2019 ist sie Gründerin und künstlerische Leiterin von ‘THE FACTORY – Free Art Space in Salzburg’ – einem Ort, an dem interdisziplinäre künstlerische Prozesse sowie freie, experimentelle, subkulturelle und Work-in-Progress-Arbeiten an wechselnden Orten öffentlich geteilt und sichtbar gemacht werden.

nina-vasilchenko.com / www.instagram.com/the.factory.salzburg

Jasper Alexander Gradussen ist Programmierer und Creative Technologist mit Schwerpunkt auf webbasierten Systemen, interaktiven Interfaces und generativen digitalen Prozessen. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Technologie, Gestaltung und künstlerischer Forschung. In Zusammenarbeit mit Nina Vasilchenko ist er für die technische Entwicklung der interaktiven Online-Installation POST-REALITY verantwortlich. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung von Emotionserkennung, dynamischen Texttransformationen, Glitch-basierten visuellen Prozessen sowie die Entwicklung einer dramaturgischen Eskalation innerhalb des Interfaces.

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